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Schreiben als Folter
Montag, 04.01.2010

So wie der vergängliche Takt der Sekunden verrinnt auch meine Zeit immer weiter. Doch jede anbrechende Minute ist eine neue Chance sein Leben zu verändern. Ich werde gleich jetzt damit beginnen. Doch zuerst schreibe ich wieder, denn das ist das einzige was meine Gedanken einfängt. Dann zieht sie vorbei die Ikonografie meines bisherigen Lebens. Meine Texte sind eine brillante Reise in die Selbsterkenntnis und wenn ich nach dieser Reise erwache, schweißgebadet und verstört, dann frage ich mich: "Wer bin ich eigentlich?"

Sobald ich an meinem PC sitze, einen Bleistift in der Hand halte oder ein leeres Blatt sehe, habe ich Angst etwas aufzuschreiben, denn jeder meiner Texte ist ein grausamer Witz, denn selbst in meinen eigenen Erzählungen bin ich ein Idiot dem bewusst ist, dass die Handlung nicht der Realität entspricht und das ich mich meinem Leben stellen muss. Könnte ich nur ohne das Schreiben auskommen, aber das schaffe ich einfach nicht. Mit viel Ablenkung und lauter Musik halte ich es vielleicht 24 Stunden, dann, kurz bevor die Mine das Blatt küsst, bevor ein Finger die Tastatur streichelt, überleg ich mir was ich schreiben will. Am liebsten etwas fröhliches, etwas befreiendes. Am liebsten wäre ich ein Vogel der, anstatt nur von der Freiheit zu singen, seine Schwingen spreizt und einfach davon fliegt. In meinen Texten könnte ich ein König sein, ein Herrscher, ja, sogar Gott. Das alles liegt in der Macht meines Verstandes. Doch meist bin ich in meinen Texten ein Verlierer, ein Alleingelassener, ein ganz normaler Loser. Was sagt das über die Macht meines Geistes aus?

Manchmal denke ich, dass „Microsoft Word“ eine Foltermaschine ist, derer ich nicht entkommen kann. Für mich ist das Schreiben eine grausame Folter, eine Folter allerdings, die so lustvoll und befriedigend ist, als das ich sie jemals unterlassen könnte. Das Schreiben ist für mich eine stete schmerzhafte Erfahrung, die gemacht werden muss. Wenn ich nicht mehr atmen kann, dann verschaffe ich mir mit ein paar Zeilen Luft. Es ist wie ein heilendes Gift, welches aus meinem Füller tröpfelt. Eine kostenlose Therapie durch meine Tastatur für meine gequälte Seele, die aber doch nur ein Placebo bleibt. Doch ich begebe mich immer wieder in das wunderschönes Universum aus Blocksatz, TimesNewRoman und einzigartigen Überschriften. Dann lebe ich in einem nichtigen Buchstaben, einem winzigem Konsonanten, manchmal sogar in einem kleinen Wort. Das Schreiben erhält mich, doch mein Leben ist nicht besser wenn ich schreibe, vielmehr ist es dann um einiges schlimmer. Doch ich habe bemerkt, dass Schmerz Freude bereiteten kann und das ich durch den Schmerz, den ich beim Schreiben erlebe, etwas erschaffen kann was ich in der Welt nie erreichen würde. Ich liebe den Schmerz beim Schreiben und ich habe immer das Bedürfnis diesen Schmerz zu verstärken. Schreiben ist für mich eine Tortur. Eine lustvolle Tortur, die unabdingbar ist. Ich kann und will nicht von ihr lassen, denn wenn mein Stift auf Papier trifft, feiern zwei gute Freunde wiedersehen und flüstern die ganze Nacht. Ich bin dann schweigend ins Gespräch vertieft. Oft höre ich dann stundenlang zu und lausche gespannt, ganz leise, damit sie mich nicht bemerken. Doch später, nach einer durchschrieben Nacht, nach unzähligen Tassen Kaffee und noch mehr Gedanken, nach dem weiten Sprung in unermessliche Freude und dem tiefen Fall in bittere Trauer, nachdem ich das Manuskript an einen Freund geschickt habe, erkenne ich, dass meine Literatur meine Folter ist. Dann lösche ich die Datei auf meinem PC, mahne den Freund das Manuskript ungelesen wegzuwerfen und vernichte meine bis zum Rand vollgeschriebenen Blätter.

Ich hab noch so viel zu erzählen und muss der Welt etwas beweisen, doch schreie ich ohne den leisesten Ton, schreibe ohne den kleinsten Buchstaben und hinterlasse keine Spuren im nassen Sand. Heute weiß ich, dass es oft die Nichtigkeiten, die unwichtigen Dinge, die Kleinigkeiten, am wichtigsten sind und wenn man durch klares Wasser betrunken werden kann, dann kann ich auch durch meine Texte die wahrhaftige Glückseligkeit finden… Da liegt schon wieder ein Stift auf meinem Schreibtisch, der mich zwingt zu schreiben, weil ich Literatur bin, weil ich nichts anderes sein kann, weil ich nicht anderes will. Das ist meine Bestimmung, mein Fluch.

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Mein Name ist Hans. Das L steht für Gefahr.
Dienstag, 29.12.2009














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Happy Birthday Jesus von N.!
Donnerstag, 24.12.2009

Leider feiern wir dieses Fest wieder ohne dich. Gerne hätte ich dir ein schönes Geschenk überreicht und mit dir gefeiert. Nur leider wurdest du ja heimtückisch umgebracht. Du lehrtest uns Frieden, Nächstenliebe und noch vieles mehr. Alles nur erdenklich Gute zu deinem (grob geschätzten) zweitausendneunten Geburtstag! Auch heute werden deine Häuser wieder voller Menschen sein, die nach einem Lied wieder nach Hause gehen und lieber an eine Cola Werbefigur glauben. Heute werde ich auf dich, lieber Yaj, anstoßen! An diesem besonnensten und heiligsten Tag des Jahres wünsche ich euch allen ein gesegnetes, frohes und glückliches Weihnachtsfest. Feiert im Kreis eurer Lieben, drückt sie ganz fest und sagt ihnen wie lieb ihr sie habt. BET wünscht euch allen schöne Weihnachten, ein frohes Chanukka und ein gesegnetes Luciafest! Friede sei mit euch! Ihr seid wunderbar!

Einige von euch fragen sich jetzt bestimmt: Was ist da los? Normal sind die doch immer voll fies und gemein zu allen. Bei BET wird doch immer über Alles und Jeden gelacht. Warum machen die keine Witze über den ganzen Weihnachtstrubel? Warum keine fiesen Witze über den Weihnachtsmann? Ein alter Mann, der einen Kumpel mit einer Rute hat und fremde, kleine Kinder bei sich auf dem Schoss sitzen lässt, wäre doch die perfekte Vorlage. Und eine gestresste Freundin ließe sich doch perfekt auf Mario Barth Art und Weise durch den Kinderpunsch ziehen.

Doch diese ganze Weihnachtszeit und ein durchschnittlicher Glühweinverbrauch von 4 Rentiernasen haben mich ganz friedlich werden lassen. Ich lebe nun in einer Welt voller bunter Bäume, zuckersüßen Gummibärchen und fluffigen Wattebällchen. Ist das nicht wunderbar?

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BET goes Witz #40
Dienstag, 22.12.2009

Bernd trifft seinen völlig deprimierten Kumpel Herbert in seiner Stammkneipe: „Sag mal, warum bist du denn so schlecht drauf?“ Herbert: „Ich habe Dir doch von diesem wilden Hasen erzählt, der bei mir in der Firma arbeitet. Ich hab es nie gewagt, mit ihr auszugehen, weil ich immer eine Riesenlatte kriege, wenn ich sie nur sehe. Aber jetzt hab ich mich endlich mit ihr getroffen.“ „Ist doch super. Und? Wie wars?“ „Weil ich solch eine Angst vor einem Ständer hatte, hab ich ihn mir mit Tape am Bein festgeklebt.“ „Sehr vorsichtig von Dir“, meint Bernd. „Ich klingle also an ihrer Tür und sie kommt in einem supersexy Minirock raus.“ „Und was passierte dann?“ „Ich habe ihr ins Gesicht getreten.“


Nach einer gründlichen Untersuchung bei seinem Hausarzt wartet der aktive Junggeselle auf das Ergebnis. „Nun,“ sagt der Doktor, „ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht für Sie.“ – „So, wie ich mich fühle, geben Sie mir die gute zuerst!“ – „Die gute Nachricht ist die,“ erklärt der Arzt, „dass Ihr Penis seit der letzten Untersuchung um vier Zentimeter gewachsen ist.“ – „Super!“ Genial! Geil! Weiter so!“ sagt der Mann, „Aber was ist nun die schlechte Nachricht?“ – „Es ist bösartig!“


Ein 80jähriger kommt zum Arzt und sagt: „Herr Doktor, früher, da habe ich beide Hände gebraucht um ‘ihn’ runterzudrücken. Später brauchte ich nur mehr eine Hand, und jetzt, jetzt kann ich das mit nur zwei Fingern! – Sagen Sie mal, Herr Doktor, ist das normal, dass man im Alter eine solche Kraft in den Händen bekommt?“

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Bildergeschichte
Mittwoch, 16.12.2009

Hier eine nette Bildergeschichte. Zwar sehr lang, aber wenigstens gibt es Muskeln im Mausradfinger.

 




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Wenn du anderen eine Grube gräbst, dann bist du der Schmied deines eigenen Glückes, der im Glasshaus sitzt.
Sonntag, 13.12.2009














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Bilderrätsel #28
Donnerstag, 10.12.2009




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BET Verhaltenkodex
Montag, 07.12.2009

Heute trete ich mit einer Bitte an euch heran. "Oh nein! Nicht schon wieder ne Bitte. Ich musste doch erst vorher den Müll rausbringen." werden jetzt sicher einige von euch sagen. Bei den anderen steht der Krempel wahrscheinlich immer noch in der Bude... Räumt doch endlich mal auf! Aber halt, ich weiche vom Thema ab.

Ich arbeite neben meinen schon fast unmenschlichen Arbeitspensum gerade an einem Verhaltenskodex für BET'ler. Jetzt die Frage an euch: Was sollte ein BET'ler tun? Wie sollte er sich verhalten? Was für Regeln sollte er in seinem Alltag beachten?

Ich werde alle Antworten sammeln und in den nächsten Tagen/Wochen/Jahren, aber spätestens bis zum nächsten Millennium, den offiziellen BET Ehrenkodex veröffentlichen. Also los gehts! Alle Ideen hier in die Kommentare oder bei zu viel Scham an die admin klammeraffe rettungsdroge.de


Hier schon mal die offziellen 13 BET Gebote:

  1. Ein BET'ler ist immer gut gelaunt, immer!
  2. Für einen BET'ler macht es solange Spaß, bis sich einer wehtut; dann ist es lustig.
  3. Ein BET'ler wischt dem Sensenmann eins aus. Er ist einfach schon tot sein, wenn er kommt.
  4. BET'ler sprechen niemals französisch miteinander.
  5. Ein BET'ler reibt einen anderen niemals mit Sonnenschutzmittel ein.
  6. In Gesellschaft von Frauen wird ein BET'ler immer gefälschte Brüste schlecht machen und sie widerlich finden.
  7. Jeder BET'ler hat das Recht, seine Meinung frei zu äußern, aber Mr.Zufall soll ihn holen, wenn er es tut.
  8. Ein BET'ler trägt sein Handy nicht an seinem Gürtel, sondern in der Tasche.
  9. Ein BET'ler ist berechtigt etwas Dummes zu tun, solange ein anderer BET'ler dies auch tut.
  10. Ein BET'ler fragt nie nach dem Weg, wenn er sich verfahren hat!
  11. BET'ler sind Männer! Keine Müllmänner und auch keine Saubermänner! Sie sind einfach nur Männer!
  12. Ein BET'ler darf kein Vergnügen ablehenen, solange er dadurch Arbeit vermeiden kann.
  13. Ein BET'ler muß alten Omas über die Straße helfen, auch wenn die nicht wollen.



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Wir leben über unserem Budget und unter unserem Niveau...
Donnerstag, 03.12.2009














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Wirre Gedanken am Computer
Freitag, 27.11.2009

Wenn man sich am Abend dafür entschieden zu haben scheint, den PC auszuschalten, wenn man der Maus die Freiheit schenken möchte, die Tastatur nicht mehr streicheln kann, wenn der Rücken schmerzt und man endlich aufstehen sollte, wenn man die Müdigkeit ignoriert und man eigentlich spazieren gehen wollte, das Verschwinden aber große Verwunderung hervorrufen würde und man so mehr oder auch weniger Ärger und Kummer zurücklassen würde, wenn die unverhofte Freiheit einem Angst macht und man durch den unerwarteten Entschluss aller Entscheidungen beraubt scheint, wenn man erkennt, dass ein wenige Kraft dem Bedürfnis eine schnelle Erfüllung garantieren würde und eine Veränderung der Situation leicht zu bewirken wäre, wenn man nur den Stecker ziehen müsste, sich aber dadurch von seiner eigentlichen Familie trennen müsste, man so gänzlich verabschiedet und einsam zurückbleiben würde, wenn man durch die erleuchteten Straßen erschreckt wird und lieber in die Tiefe des Zimmers eintaucht und man schreit, nur um den Schrei zu hören, damit die grabesmäßige Ruhe begraben wird, wenn man sich der Abendfreiheit unterwirft, weil man zum bleiben gezwungen wird, das Gefühl, wenn das Leben so tut, als ob es existieren würde und doch nie wirklich gewesen ist und man so die unbedingte Notwendigkeit des Abschieds bemerkt, wenn das gesammelte Gefühl des Verweilens sich in einem aufbäumt bis es einen gänzlich umarmt, wenn man sich mit gewollter Enegie aus einem elenden Zustand erheben möchte und man nur ausschalten müsste, wenn man an so einem Abend dann doch wieder ins Wesenlose eintaucht, dann ist es schon zu spät. Dann hat man sich für ein Leben als Gespenst entschieden.

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